Der große Weg hat kein Tor – Masanobu Fukuoka – ISBN 3923176147

Der grosse Weg hat-kein Tor - Masanobu Fukuoka

Der grosse Weg hat-kein Tor     Masanobu Fukuoka

 

Permakultur hat als Schlagwort in den letzten Jahren Eingang in viele Bereiche des Alltagslebens gefunden. Vom Hobbygärtner bis zum Bergbauern beschäftigen sich Menschen mit nachhaltiger Landwirtschaft und ressourcenschonendem Gartenbau.

Das Wort an sich hat mich kurzzeitig irritiert, da es eine Beziehung zum Erdzeitalter Perm nahelegt. Die Recherche hat den Irrtum schließlich aufgeklärt: „Permanent Agriculture“ nennt der Australier Bill Mollison sein Konzept, das er zusammen mit David Holmgren entwickelt hat.

Nahezu zeitgleich sind Mitte der Siebzigerjahre auf verschiedenen Kontinenten die Grundlagen der Permakultur formuliert und veröffentlicht worden. Einer der meistgelesenen Autoren ist der Japaner Masanobu Fukuoka. Sein 1984 auf Deutsch veröffentlichtes Werk „Der große Weg hat kein Tor“ ist ein Standardwerk in diesem Bereich.

Fukuoka formuliert vier Prinzipien des nachhaltigen Nahrungsanbaus, die er selbst mit dem Begriff Nichtstun zusammenfasst: nicht bearbeiten, nicht düngen, nicht jäten, keine Chemie. Hier stehen dem eingefleischten Gärtner wahrscheinlich die Haare zu Berge. Die Natur einfach vor sich hinwachsen zu lassen und sich möglichst nicht einzumischen, das scheint der Untergang der Gartenkultur zu sein.

So einfach ist die Bewirtschaftung dann aber auch nach den Prinzipien der Permakultur nicht. Abgesehen von den eigentlichen Arbeiten wie Aussaat, Schutz vor Unkräutern und Schädlingen und natürlicher Düngung besteht die Kunst des Permalandbaus in einem intuitiven Verständnis der Umweltverhältnisse in der engsten Umgebung.

Das klingt jetzt allzu theoretisch und hilft mir als Gartenliebhaber nur sehr wenig. Ich lese weiter und finde sehr viele gute Ansätze, die ich einfach umsetzen kann.

Zum Beispiel erklärt Masanobu Fukuoka, wie Unkräuter die Bodenqualität verbessern. Daher rät er zu einer Unkrautkontrolle, bei der nur ein geringer Teil der unerwünschten Pflanzen beseitigt wird. Mein Rücken und ich bedanken uns für diesen Tipp.

Das Düngen überlässt Herr Fukuoka dem Weißklee, den er als Untersaat ausbringt. Fertigen Kompost lehnt er ab, stattdessen rät er zu Hühnermist. Im Sinne der Eigenkompostierung und der sinnvollen Wiederverwertung erteile ich dem Hühnermist eine Absage und dünge trotzdem mit meinem guten Gartenkompost. In meiner eher städtischen Umgebung ist Hühnermist sowieso nicht leicht erhältlich und nach den Prinzipien der Ressourcenschonung werde ich nicht literweise Benzin verfahren, um ihn mir zu besorgen.

Das Buch bezieht sich auf die Verhältnisse in Japan, wie das Beispiel mit dem Hühnermist klar beweist, und kann daher nicht einfach auf Mitteleuropa umgelegt werden. Trotzdem lohnt sich die Lektüre. Sie weckt das Verständnis für natürliche Zusammenhänge und zeigt eine Alternative zu herkömmlichen Anbaumethoden.

„Der große Weg hat kein Tor“ ist seit Jahren vergriffen. Dementsprechend hoch sind die Preise. Drei Exemplare aus der 2. Auflage, ISBN-10: 3923176716 und ISBN-13: 978-3923176717, werden bei Amazon um je 99,50 Euro angeboten. Käufer bei eBay haben am 13. 3. 2012 günstige 24,40 Euro und am 27. 6. 2012 69,90 Euro bezahlt. Das billigste Exemplar bei Eurobuch liegt bei 74,95 Euro, das teuerste bei 228,31 Euro.

Für alle, denen das Herz angesichts des letzten Preises stehen geblieben ist, gibt es eine gute Nachricht: Für August 2013 kündigt der Pala-Verlag unter ISBN 978-3-89566-206-5 eine Neuauflage an. Mit erfreulichen 12,80 Euro ist das Buch dann für jeden erschwinglich.

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