Esra – Maxim Biller – ISBN: 3462032135

Esra

Warum lieben die Menschen von heute so sehr die Liebe? Ist sie die letzte Utopie, die wir noch haben?

Adam, der junge Schriftsteller Hauptperson des Romans, kann sich ein Leben ohne Esra nicht mehr vorstellen. Doch Esra zögert, und je mehr sie zögert, desto größer wird seine Leidenschaft für sie.

Ohne Esra, denkt Adam, ist mein Leben verloren und der Boden, auf dem ich stehe, trägt mich nicht mehr. Aber was denkt Esra?

In einer einfachen, virtuosen Sprache nimmt uns [[Maxim Biller]] mit in eine Welt, in der Gefühle wieder so wichtig sind wie Gedanken, in der Zuneigung und Vertrauen zu einem Geliebten etwas ersetzen sollen, woran viele zu lange und zu blind geglaubt haben: Die Glücklichmachung des Menschen durch die richtige politische und gesellschaftliche Ideologie.

Dieses Buch ist kein Zufall, in ihm klingt der Herzschlag unserer Zeit.

Billers Ex-Freundin und deren Mutter hatten im Jahre 2003 eine einstweilige Verfügung gegen das Buch erwirkt, nachdem nur 4.000 Exemplare ausgeliefert wurden.

Die Klägerin war nach Angaben des Gerichts etwa eineinhalb Jahre mit Biller liiert. Die Figuren seien zu wenig verfremdet, bestätigte der BGH die Auffassung der Vorinstanz. Die vom Autor frei erfundenen Details seien darüber hinaus überwiegend negativ und bloßstellend, was die Privatsphäre der Frauen verletze.

Das Buch schildert im wesentlichen die Liebesgeschichte zwischen Esra und dem Ich-Erzähler, dem Schriftsteller Adam. Der Anwalt des Verlages Kiepenheuer & Witsch hatte in der mündlichen Verhandlung des BGH eingewandt, der Roman stelle keine Abartigkeiten zur Schau, sondern sei die Verarbeitung einer Liebesgeschichte.

Das Werk darf bis heute wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte durch den Verlag Kiepenheuer & Witsch nicht verbreitet und veröffentlicht werden.

Durch die zahlreichen intimen Details seien Billers Ex-Freundin und ihre Mutter in den Romanfiguren “Esra” und “Lale” erkennbar, heißt es in der veröffentlichten Entscheidung zum Verbot des Buches. Der BGH bestätigte damit ein Urteil des Oberlandesgerichts München, dass den Roman selbst in einer entschärften Version (2. Auflage mit geschwärzten Textstellen) noch verboten hatte.

Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts bestätigte am 12. Oktober 2007 das Urteil des BGH in weiten Teilen. Es sei nicht mehr von der Kunstfreiheit gedeckt, sondern ein schwerwiegender Eingriff in das Persönlichkeitsrecht.

Beide Frauen verlangten zusammen 100.000 EUR Schadensersatz vor dem Landgericht München I. Daraufhin unterschrieben über 100 Personen auf Initiative und Betreiben von Gina Kehayoff einen Aufruf für Maxim Biller: von Herbert Achternbusch bis Feridun Zaimoğlu über Elfriede Jelinek und Peter Zadek.

Am 13. Februar 2008 verurteilte das Landgericht München den Autor und den Verlag Kiepenheuer & Witsch, bei dem das Buch erschienen war, zur Zahlung von 50.000 Euro Entschädigung an seine frühere Freundin. Über die Klage entschied der Bundesgerichtshof am 10. Juni 2008 (VI ZR 252/07) und wies die Schmerzensgeldklage zurück. Das Persönlichkeitsrecht der Mutter sei nicht schwerwiegend verletzt, urteilten die Richter.

Es möge sich jeder, der dieses Buch gelesen hat, seine eigene Meinung bilden, ob dieses Buch die Persönlichkeitsrechte von jemandem verletzt oder ob hier etwas ganz anderes von höchstrichterlicher Stelle mit dem Verbot dieses Buches unterdrückt werden soll.

In der Deutschen Nationalbibliothek sind 2 deutsche Auflagen dieses Buches aufgeführt. Demnach erschien es im Jahre 2003 in der 1. Auflage unzensiert unter der ISBN: 3462032135 und in der 2. Auflage mit zensierten bzw. geschwärzten Textstellen unter der ISBN: 3462033530 im Verlag Kiepenheuer & Witsch.

Wer des Dänischen mächtig ist, kann sich auch eine Auflage aus dem Jahre 2004 bestellen, die laut Deutscher Nationalbibliothek in Kopenhagen im People’sPress Verlag unter der ISBN: 8791293863 erschien. Sie ist für 250 DKR (Dänische Kronen) erhältlich. Ob es sich dabei um eine zensierte Auflage handelt entzieht sich meiner Kenntnis.

Auf ebay Auktionen erzielte die 1. unzensierte Auflage in deutscher Sprache in der Vergangenheit deutlich höhere Erlöse.

Verkauft wurden seit dem 25.02.2007 nur 64 Exemplare. Die Preise lagen zwischen  30,50 Euro und 334,- Euro. Der durchschnittliche Verkaufspreis aller Angebote betrug ca. 182,- Euro. Weitere Informationen sind bei Bedarf verfügbar.

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1 Kommentar

  1. Hermann Lauscher

    Fasse ich den Sachverhalt richtig auf, daß der Erwerb gebrauchter “Esra”-Romane legal ist?

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